Geschichte unseres Hauses
| Altes "Kattenkrüs" hat 140 Jahre auf dem Buckel 1864 ließ sich Familie Breuckmann in Bockum nieder - Aus einem kleinen Bauernhaus wurde "Haus Katenkreuz" 1864: Im großen Geschichtsbuch steht für dieses Jahr u.a., dass Karl Marx und Friedrich Engels die "Internationale Arbeiterassoziation", die sogenannte "1. Internationale" gründeten. Und in Datteln ... ... in Datteln, genauer in der Bauernschaft Bockum, machte sich zur selben Zeit eine Familie namens Breuckmann - deren berühmtester heute lebender Spross übrigens Rundfunk- und Fernsehstar Manni Breuckmann- "die Stimme des Reviers" - ist, daran, an der Kreuzung des Mahlenburger Weges vom Dorf Datteln zum Jammertal in der Haard ein kleines Bauernhaus, eben eine Kate, zu bauen. Da dort schon mehrere solcher "Katen" oder "Kotten" standen, war der Name "Katenkreuz" für diese Gegend naheliegend. Einzig noch vorhanden ist die Breuckmannsche Kate. Und die ist heute ein Teil des renommierten Ausflugslokals "Haus Katenkreuz" an der Redder Straße 392. |
![]() Alfons Engelkamp |
Peter Engelkamp: "1954 haben Vater Alfons und Mutter Katharina - besser bekannt als Käthe, heute 84 Jahre alt und als Herrin des Backofens in der Küche immer noch für den selbstgebackenen Kuchen für das Restaurant zuständig - das Haus von der Familie Reddemann erworben. Wilhelm Reddemann hatte, aus dem Jammertal kommend, um die Wende zum 20. Jahrhundert bei Breuckmanns eingeheiratet." |
![]() 1933: Ein vergilbtes Foto zeigt das alte Wegkreuz am "Katenkreuz". Und da waren nichts als aufgewühlte Feldwege "mitten im Busch". Die Gastronomie hatte schon bestanden. Reddemanns erweiterten diese im Jahre 1928 erstmals großzügig. Alte Fotos belegen, dass damals dort sogar große openair-Tanzveranstaltungen stattfanden: Ein Haus zur Einkehr an dieser Stelle hatte sich ja auch geradezu angeboten. Noch einmal Peter Engelkamp: "Der Mahlenburger Weg war vor Zeiten ein wichtiger Handelsweg zwischen der Mahlenburg und Dorsten." Noch heute erzählt man am Katenkreuz hinter vorgehaltener Hand, es habe in grauer Vorzeit einen unterirdischen Geheimgang zwischen der Burg und einem ganz bestimmten Bauernhof in der Umgebung gegeben. Wozu? Nichts Genaues weiß man nicht... Ein weiteres Gerücht allerdings entbehrt jeder Grundlage. Durch die plattdeutsche Diktion "Kattenkrüs" und das ähnlich klingende Wort für Katze, nämlich "Katt", ist im Volksmund die Mär entstanden, man habe an dem damals abseits mitten im Wald gelegenen Platz "Katzen gekreuzigt", also "Katzenkreuze" errichtet. Es gibt allerdings eine uralte Postkarte von Reddemanns Wirtschaft mit dem Sütterlin-Namensaufdruck "Katzenkreuz". Der korrekte Name war und ist "Katenkreuz". |
![]() Der Biergarten von "Haus Katenkreuz", wo man sich schon vor zig Jahren gerne für eine Rast nieder ließ. Das Haus hat eine inzwischen 140- jährige Geschichte. |
Seit 1954 haben die Engelkamps das Haus immer wieder erweitert und modernisiert. Als historische "Katenstube 1864" ist die alte Kate in die Gasträume integriert. Fast legendär für ältere Gäste ist das jahrzehntelange Wirken von "Tante Hilde" Hüske als guter Seele des Hauses. Sie verbringt heute hochbetagt ihren Lebensabend im Seniorenheim in Olfen. Seit 1985 schwingt Peter Engelkamp verantwortlich den Kochlöffel in der modernen Küche. Mit Mutter Käthe , Partnerin Ulrike Groß-Abenhausen und einigen Mitarbeitern ist man außer montags und dienstags mit gepflegter Gastlichkeit und Spezialitäten aus deutscher und internationaler Küche und Rezepten rund um Wild, Fisch und Geflügel für die Gäste da. |
| Familienfeiern und andere Veranstaltungen bis 120 Personen gehören ebenso dazu, wie Biergärten, Kegelbahn und Grillabende. Bei Rad- und Reittouristen genießt das Haus einen guten Ruf. Rings herum ist mit Parkplätzen, Trimmpfad und Wegen alles auf modernen Tourismus eingestellt. Ganz anders als etwa 1933. Und da waren nichts als aufgewühlte Feldwege "mitten im Busch". |
von Jürgen Rottmann
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